Robert-Jungk-Jahr 

Bausteine fürs Robert-Jungk-Jahr 2000

Die Überschrift der Netzwerk News in Heft 25 (Oktober 1998) lautete: "Wird 1999 ein Robert-Jungk-Jahr?" Die Initiativgruppe hat sich inzwischen einige Male getroffen und sehr bald festgestellt, daß das 1999 nicht zu schaffen sein wird. Also wird es ein Robert-Jungk-Jahr 2000 geben. Es hat sich ein Stamm von 10-15 Personen herausgebildet, die kontinuierlich und konzentriert an dieser Aufgabe "basteln". Einigkeit bestand darin, daß es sicherlich nicht im Sinne Robert Jungks gewesen wäre, seiner Person in Form einer bloßen Retrospektive zu gedenken. Er wollte in erster Linie seine Popularität und seinen Namen dafür eingesetzt wissen, "Sachen voranzubringen". In diesem Sinne soll das Robert-Jungk-Jahr genutzt werden, zukunftsfähige Ideen zu finden und konkrete Projekte zu entwickeln.

Die Vorbereitungsgruppe hat Anfang April eine Rahmenkonzeption, die inzwischen erweitert wurde, vorgelegt. Sie basiert auf den Ergebnissen der Diskussionen und Vorschläge, der vorherigen Plenumstreffen. Das Konzept besteht aus einer Reihe von "Bausteinen", einem ersten Kosten- und einem Zeitplan. Die Auftaktveranstaltung ist für Ende Januar in Berlin geplant. Vorgesehen sind ein Musikprogramm, eine audiovisuelle "Talkshow", eine "Robert-Jungk-Ausstellung" und ein Internet-Begleitprogramm für Jugendliche.

Ideenwettbewerb und "Atlas 2001"

Nach der Auslobung eines Ideenwettbewerbs (2. Baustein) auf dieser Eröffnungsveranstaltung soll die Bekanntgabe durch verschiedene Medien erfolgen. Gesucht werden Ideen, die soziale, technische, politische und künstlerische Innovationen im Sinne Robert Jungks darstellen. Der dritte Baustein ist der Atlas 2001. Sein Ziel ist es, einen aktualisierten "Katalog der Hoffnungen" vorzulegen. Perspektiven, Visionen, Projekte und Initiativen sollen im Rahmen des Ideenwettbewerbs gesammelt und zu einem "Atlas" zusammengefügt werden. 2001 – mit Beginn des Dritten Jahrtausends – soll der Atlas publiziert und eine Internetdatenbank eröffnet werden.

Ein wichtiger Baustein sind dezentrale Aktivitäten. Die von Robert Jungk entwickelte Methode der Zukunftswerkstatt soll an 20 Orten (5. Baustein) im deutschsprachigen Raum durchgeführt werden. Vor Ort sollen Ideen entwickelt und Zukunftsgestaltung geplant werden. Die Einzelaktionen sind mit dem Teilprojekt "mobiler Werbeträger" - Fahrzeuge, die Nachhaltigkeitskriterien genügen - verknüpft und sollen möglichst von diesen angefahren werden. Eines oder mehrere Fahrzeuge werden von der Auftaktveranstaltung aus die Orte anfahren, an denen Zukunftswerkstätten stattfinden (6. Baustein). Ein Ergebnis des Robert-Jungk-Jahres könnte siebtens eine "Universität" sein, die Studenten im Sinne einer ökologischen und nachhaltigen Zukunftsentwicklung ausbildet. Achter Baustein soll der "Zukunftsgipfel" sein. Diese Endveranstaltung hat eine ähnliche Struktur wie der Auftakt, zusätzlich ist die Prämierung der besten Ideen aus dem Robert-Jungk-Wettbewerb vorgesehen. Ein weiterer Baustein sind ergänzende Elemente: eine Web-Seite zum Robert-Jungk-Jahr, eine Fotoausstellung zu seinem Leben und Wirken, eine Filmretrospektive sowie die Ausstellung "Zeitreise der Skulpturen".

Als Projektträger ist das NETZWERK ZUKUNFT e.V. vorgesehen (in Kooperation mit: Akademie der Künste zu Berlin, ecce – Zukunftswerkstätten und Organisationsentwicklung in Berlin, Haus der Kulturen der Welt in Berlin, IZT, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg, Robert-Jungk-Oberschule in Berlin, SFZ in Gelsenkirchen, Stiftung Mitarbeit in Bonn, Z_punkt-büro für zukunftsgestaltung in Essen, u.a.). Förderanträge werden zur Zeit erarbeitet. Wenn wir diese ambitionierte Planung auch umsetzen wollen, werden wir neben – ungefähr eineinhalb Millionen DM – vor allen Dingen viele engagierte Mitstreiter brauchen.

Interessierte können sich beim Projektbüro melden
(Initiative "Robert-Jungk-Jahr 2000", c/o Haus der Demokratie, Friedrichstr. 165, 10117 Berlin, Tel. 030. 204 40 77) Ansprechpartner sind Erhard O. Müller in Berlin,
Walter Spielmann von der Robert-Jungk-Bibliothek in Salzburg und Klaus Burmeister, Z_punkt in Essen)

Spenden erbitten wir an: Netzwerk Zukunft e.V.,
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, Konto-Nr. 305 08 01, Spendenkonto Robert Jungk

Die nächste Plenumsveranstaltung wird am 21. Mai um 10.00 Uhr in der Akademie der Künste zu Berlin - Hanseatenweg 10, 10557 Berlin - stattfinden (Kontakt: Ulrike Roesen, Tel. 030. 39 07 61 64).

 

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